Willkommen zur fünfunddreißigsten Ausgabe von „Thai Wort des Tages“! Heute geht es ums Bezahlen: เงิน (ngoen) heißt Geld.
Thai Wort des Tages – เงิน (ngoen)
- Thai: เงิน
- Aussprache: ngoen, mit mittlerem Ton
- Bedeutung: Geld, auch Silber
ง gehört zur tiefen Konsonantenklasse. Die Silbe endet auf n, ist also „lebendig“, und hat kein Tonzeichen. Das ergibt einen mittleren Ton.
Zwei Laute sind für Deutschsprachige ungewohnt: Das ng am Anfang klingt wie in „singen“, nur eben am Wortanfang. Und der Vokal oe ist ein ungerundetes ö, ähnlich dem e in „bitte“, nur etwas länger.
Beispiele aus dem Alltag
| Thai | Umschrift | Deutsch |
|---|---|---|
| จ่ายเงิน | jàai ngoen | bezahlen (wörtlich: Geld zahlen) |
| เงินสด | ngoen sòt | Bargeld |
| ทอนเงิน | thaawn ngoen | Wechselgeld herausgeben |
| โอนเงิน | oon ngoen | Geld überweisen |
| ไม่มีเงิน | mâi mii ngoen | Ich habe kein Geld. |
Die Währung heißt übrigens บาท (bàat), mit tiefem Ton.
Geld und Silber
เงิน heißt ursprünglich Silber, so wie bei uns früher auch mit Silbermünzen bezahlt wurde. Diese Bedeutung steckt bis heute in Farbwörtern: สีเงิน (sǐi ngoen) ist die Farbe Silber, wörtlich „Farbe des Silbers“.
Kulturhinweis: Nie auf Geld treten
Auf thailändischen Geldscheinen und Münzen ist der König abgebildet. Deshalb gilt es als grobe Respektlosigkeit, auf Geld zu treten, selbst wenn ein Schein oder eine Münze gerade davonrollt oder wegfliegt. Halte es lieber mit der Hand auf.
Bezahlt wird heute übrigens immer öfter ohne Bargeld: Viele Stände, selbst kleine Garküchen, haben einen QR-Code für Überweisungen per Handy (PromptPay) aufgestellt. Bargeld brauchst du trotzdem, gerade auf Märkten und bei Motorradtaxis.
Fazit
เงิน (ngoen) brauchst du bei jedem Einkauf. Mit จ่ายเงิน und เงินสด kommst du gut durch den Alltag. Und wenn dir mal ein Schein herunterfällt: aufheben, nicht drauftreten.
